Mentale Stärke

Impulsvortrag zu Mentale Stärke am 21. Februar 2020 um 18.00 Uhr im Parashop Kössen STUDY. Lies hier, worum es geht.

Mentale Stärke

  • hilft, wenn´s brenzlig wird
  • tut mir selbst gut
  • kann ich lernen!

Wozu mentale Stärke?
Wer kennt das nicht: Situationen im Alltag oder im Arbeitsleben, vielleicht beim Risikosport, die herausfordernd sind; in denen es gilt einen kühlen Kopf zu bewahren, obwohl die innere Aufregung groß ist.
Wie kann ich in solchen Momenten trotz meiner Anspannung die richtige Entscheidung treffen, passende Worte finden, angemessen reagieren?

Eine gute mentale Stärke hilft, in einer Stresssituation konstruktiv zu bleiben. Mental stark zu sein bedeutet, die eigenen inneren Abläufe zu erkennen, sie bewusst zu steuern und angemessen zu reagieren. Meine innere Erregung werde ich immer noch spüren, aber ich weiß, wie ich damit umgehe und wie ich sie positiv nützen kann.

Stress – Was passiert?
Schweißausbruch, erhöhter Herzschlag, Hände und Beine zittern, Erröten, erhöhter Muskeltonus, Atemnot, bis hin zu Stottern, „Brett vorm Kopf“, Unfähigkeit zu reagieren, Angstzustand, chemisches Gleichgewicht im Blut ändert sich… Unzählig und von Person zu Person verschieden sind die auftretenden Zustände, sobald wir mit einer Stresssituation konfrontiert werden. Der Nachteil: diese Unfähigkeit, angemessen zu reagieren, kann je nach Situation weitreichende Folgen haben.

Wann tritt Stress auf? Prüfungsstress, Bewerbungsgespräche, finanzielle Sorgen, Konkurrenzkampf, manchmal geht es nur darum einen Raum zu betreten, in dem viele Menschen anwesend sind… Hierbei besteht die Möglichkeit mich vorzubereiten, ich weiß, was auf mich zukommen wird.
Andere Situationen, in denen ich mich ausgesetzt fühle, ich ohne jede Vorbilder durch andere Menschen mein eigenes machen muss, nicht mit der Menge mit schwimmen kann, z.B. als Geschäftsmann, bei Expeditionen etc. 
Es gibt auch plötzlich auftretende Situationen, die einen umhauen können: z.B. ich komme zu einem Unfall dazu, ich betreibe Risikosport und muss in einem Bruchteil einer Sekunde eine Entscheidung treffen und handeln, lebensverändernde Ereignisse wie Krankheit, Tod eines nahen Menschen, Übergriffe durch andere…

Das alles sind Belastungsmomente, die etwas in uns bewirken, die als unangenehm erlebt werden, durch die in der Folge sogar Angstzustände entwickelt werden.

Wissenschaftlich belegt
Neurowissenschaftler bringen laufend neue Erkenntnisse über die Vorgänge in Gehirn und Körper, während wir uns in einer Belastungssituation befinden. Biochemische Reaktionen sind messbar, wie z.B. Aktivitäten im Gehirn oder die Ausschüttung diverser Hormone und Botenstoffe. Durch Stress wird das chemische Gleichgewicht im Körper auf mehreren Ebenen verändert.

Kreativität anstatt Stress
Erst im Zustand der Gelassenheit kommt ein kreativer Prozess in Gang. Voraussetzung für Kreativität ist eine bestimmte Art Wachheit, eine umfassende Aufmerksamkeit über mehreren Ebenen im Gehirn. Erst wenn ich viele Netzwerke im Gehirn gleichzeitig aktiviere, kann ich Dinge miteinander verknüpfen, die im Alltag so nicht verbunden sind, und dadurch Neues kreieren. Viele bezeichnen diesen Zustand als Flowerlebnis. Es handelt sich um eine besonders achtsame Haltung, eine hoch energetische Aufmerksamkeit und intensive Wahrnehmung. 
Kreativität hat auch mit Loslassen von fixierten Vorstellungen und Erwartungen zu tun. Und damit, beängstigend Neues zuzulassen, Veränderungsprozesse anzunehmen.

Angst
Es gibt also Ängste, die aus eigener Erfahrung entstehen – Posttraumatische Belastungsstörung, die bis zu einem gewissen Grad natürlich ist. Es gibt aber auch Ängste, die „von außen“ produziert sind. 

Unsere Erregungskultur führt dazu, dass viele eine generalisierte Angst entwickeln. Dabei handelt es sich um eine Grundstimmung, um eine grundsätzliche Anspannung, eine Besorgtheit außerhalb außergewöhnlicher Belastungsmomente. Oder es kommt sogar zur Entwicklung bestimmter Ängste, obwohl keine eigene Erfahrung besteht.  Z.B. Höhenangst, obwohl es der natürliche Respekt vor dem Abgrund ist, Platzangst, Soziophobie – Angst vor Bloßstellung… bis hin zu Panikattacken.

Wie kann ich persönlich entgegen wirken?
Angst bewirkt zwar lähmenden Widerstand, bringt aber grundsätzlich eine konstruktive Energie mit sich, z.B. wird der Survival Modus aktiviert, ich entwickle Bärenkräfte etc. Ich kann lernen, mir diesen positiven Aspekt der Angst zu Nutze zu machen.
Durch bewusstes Selbstmanagement, indem ich Zeit in meine Persönlichkeitsentwicklung investiere, meine individuellen Potenziale entdecke, entwickle und stabilisiere. Ich kann Strategien, Methoden, Handlungen erlernen, die mich mental stark machen, die meine Resilienz steigern, z.B. durch Mentaltraining.

Was bedeutet es mental stark zu sein?
Wenn ich mental stark bin habe ich zur Verfügung:

  • Resilienz –psychische und mentale Widerstandsfähigkeit
  • Stabilität der Persönlichkeit, inneres Gleichgewicht, Authentizität, positives Selbstbild
  • Positive und offene Grundeinstellung Leben und Menschen gegenüber
  • Mehr Spaß am Leben, positives Lebenskonzept

Was kann ich tun, um mental stark zu bleiben oder zu werden?

  • Mentales Training regelmäßig betreiben, an mir selbst arbeiten, Fähigkeit zur Selbstreflexion üben, an meiner positiven Grundeinstellung arbeiten (Spaß, Humor)
  • Klares Fokussieren einüben, Zielanalyse durchführen. Wieder und wieder hinterfragen, ändern, anpassen, Aufmerksamkeit praktizieren
  • Trockentraining mit Übungen und Methoden, um für brenzlige Situationen gewappnet zu sein, um Krisen zu bewältigen
  • Nervosität in Konzentration umwandeln, mach dir das erhöhte Energielevel zu Nutze
  • Resilienz steigern, meine persönlichen Ressourcen freilegen, individuellen Potentiale entdecken, entwickeln, stabilisieren
  • Gelassenheit üben, das innere Gleichgewicht stabilisieren, Kreativität anheben
  • Mir andere Menschen anschauen, die wiederholt mentale Stärke beweisen, z.B. Spitzensportler, Geschäftsmänner, deren Methoden und Strategien für meine Situationen abkupfern
  • Bewusstes Selbstmanagement betreiben, Methoden erlernen
  • Bis hin zur Verhaltenstherapie – z.B. die Riesenspinne über den Arm laufen lassen
  • >>>> DAS IM TROCKENTRAINING EINGEÜBTE ANWENDEN <<<<
  • Vorbereitet sein darauf, dass ich zittern werde
  • Äußere Einflüsse (Lärm, stressige Menschen etc.) vermeiden/reduzieren, wenn nicht möglich bewusst wegblenden

Es geht uns allen so. Irgendwo hat jeder von uns einen Punkt, an dem wir verletzbar sind und auseinander bröseln. Auch die härtesten Geschäftsmänner mit mehreren Hundert Mitarbeitern unter sich, die in der kanadischen Wildnis zu weinen beginnen, weil sie dermaßen beeindruckt und von der Natur berührt werden. Dann bricht es heraus.
Mentale Stärke ist kein statischer Zustand, sondern unterliegt laufenden Veränderungsprozessen.

Workshop Mentaltraining
Mein 2-tägiges Mentaltraining als Wochenend-Workshop ist ein Trockentraining. Es bringt dir Einblick in die Details und viele praktische Übungen, um deine eigene mentale Stärke anzuheben.

  • Was ist die mentale Ebene? Welche Faktoren spielen mit hinein?
  • Die Inneren Abläufe – wie werde ich mir deren bewusst?
  • Was bedeutet Motivation – wie erlange ich eine gesteigerte Motivation?
  • Wie gehe ich mit Frustration um?
  • Wie wandle ich Nervosität in Konzentration um?
  • Wie lerne ich klar zu fokussieren?
  • Entspannungsmethoden, Gelassenheit, Resilienz
  • Risikomanagement – objektive und subjektive Gefahren
  • Zielanalyse – wie erreiche ich sicher meine Ziele?

Voraussetzung für die Teilnahme: etwas Disziplin und Ausdauer, um diese Methoden einzuüben, zu vertiefen, zu verinnerlichen, diese Motivation musst du selbst mitbringen.

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