Barbara & Günter über ihre Fliegerleidenschaft

Barbara
Als Großstadtleben und Fristen bis zum Wochenende, um endlich wieder fliegen zu können, nicht mehr möglich waren, bin ich alleine nach Südamerika aufgebrochen, nur mit meinem Gleitschirm am Rücken. Reisen durch Chile, Brasilien, Peru, und schließlich war es ein kleines Dorf mitten in Argentinien, in dem ich 3 Jahre lang blieb.
Für mich eine großartige Zeit, während der ich viel geflogen, viel gelernt und viel gestaunt habe. Irgendwann erschien es mir einleuchtend, dieses Wissen über das Land, die Menschen, wie das Leben tickt, weiter zu geben und andere daran teilhaben zu lassen.
Außerdem: Mexico, Venezuela, Puerto Rico und Karibik, USA, Hawaii, Canada, Südafrika, Kenia, Tansania, Pakistan, die meisten Länder des europäischen Kontinents und und und…
Mentaltraining für Gleitschirmpiloten – als Kreativitätstrainerin und Kunsttherapeutin biete ich Trainings zu den Themen Mentale Stärke, Team Building, Visionquest, Kreativität, Stressabbau.

Günter
Seit meiner ersten Bergtour im Alter von 3 Jahren war ich von Vögeln jeglicher Art, und besonders den Dohlen, fasziniert. In meinen Tagträumen während der Schulzeit flog ich vom Balkon mit ausgestreckten Armen, landete am Liezener Kirchturm und zog meine Schwünge in der Luft. Mit 15 wusste ich: es gibt eine Möglichkeit!
Nach Beobachtung einzelner Flieger, die mit den damaligen Tüchern mehr abwärts als vorwärts segelten, folgte ich als 18jähriger einer Anzeige und lieh mir die gesamte Ausrüstung eines Mannes (dem wars zu gefährlich). Natürlich hatte ich mich bereits sehr interessiert und informiert, wie die Dinger zu steuern wären. Auf dem Finkenberger Penken hatte ich xxx Fehlstarts, war aber trotzdem irgendwann in der Luft… und somit nahm das Schicksal seinen Lauf.
Der Zillertaler Verein Golden Eagles feierte 2006 sein 30jähriges Bestehen, hier wurde Pionier-Arbeit geleistet. Die Zillertaler Flieger galten als Vorreiter des österreichischen Drachen- und Gleitschirmsports, es wurden PWCs veranstaltet und Material entwickelt. Davon profitierte ich, hatte bald mein erstes eigenes Gerät = Herzinfarkt der Mutter (Scherz), Bewerbung als Werkspilot, daraufhin unzählige Liga-Bewerbe und einige Weltcups. Mit dem Ziel, selbst den besten Schirm zu bauen, kam es bis zum Finish des legendären „Zillertalbier“-Schirms, den ich eigenhändig nähte.
Auch wenn ich mich seit damals dem Bergsport insgesamt verschrieben habe, die Leidenschaft fürs Fliegen war und ist eine besondere.